KarriereMeldung

Ronald Rauhe wird fünf Jahre nach dem Karriereende Staatsminister für Sport

Der frühere Kanu-Rennsportler Ronald Rauhe übernimmt das Amt des Staatsministers für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt. Das meldeten der Deutsche Kanu-Verband und die Stiftung Deutsche Sporthilfe am 3. September 2026. Rauhe hatte seine Laufbahn 2021 mit Olympiagold im Vierer-Kajak beendet.

Von Sina Brockhaus, Redakteurin Karriere, Köpfe & Athleten-Monitor

Ronald Rauhe, zweimaliger Olympiasieger im Kanu-Rennsport, übernimmt das Amt des Staatsministers für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt. Das meldete der Deutsche Kanu-Verband (DKV) am 3. September 2026, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz die Personalie über Instagram öffentlich gemacht hatte. Rauhe folgt auf Christiane Schenderlein, die als Staatssekretärin ins Bundesgesundheitsministerium wechselt. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe begrüßte die Berufung am selben Tag.

Der 44-Jährige aus Falkensee war laut DKV über 200 und 500 Meter zu Hause und beendete seine Laufbahn 2021 in Tokio mit Olympiagold im Vierer-Kajak. Die Sporthilfe zählt neben den zwei Olympiasiegen 16 Weltmeistertitel. Als Aktiver war er Sportsoldat; er ist Mitglied der Athletenkommission des Europäischen Olympischen Komitees. Seit dem Karriereende arbeitete er nach Sporthilfe-Angaben als TV-Experte, Redner, Autor und Botschafter an den Schnittstellen von Sport, Medien und Wirtschaft.

DKV-Präsidentin Dajana Pefestorff sagte, Rauhe „kennt den Sport von innen, weiß, was Athletinnen und Athleten bewegt“. Sporthilfe-Vorstandssprecher Max Hartung, selbst ehemaliger Säbelfechter, verwies darauf, dass mit Rauhe ein früher von der Sporthilfe geförderter Athlet Verantwortung übernehme. Was Rauhe im Amt plant, ist nicht Gegenstand dieses Beitrags; Sportpolitik behandelt Athletenblick nicht.

Was das für Athleten heißt

Für Athletinnen und Athleten ist an der Meldung der Lebenslauf interessant, nicht das Amt: Sportsoldat während der Karriere, Karriereende mit Ende 30 nach dem größten Erfolg, dann fünf Jahre in Medien, Vorträgen und Gremienarbeit, bevor eine neue Aufgabe kam. Der Weg lief über Kontakte, die während der aktiven Zeit entstanden sind, etwa in der Athletenkommission. Wer seine Zeit nach dem Sport plant, sieht hier, dass die Jahre direkt nach dem Ende selten die endgültige Rolle bringen.

Kurz gesagt: Karriereende 2021, neue Aufgabe 2026, dazwischen fünf Jahre Übergang.

Quellen

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Laut Athletenblick

Der frühere Kanu-Rennsportler Ronald Rauhe übernimmt das Amt des Staatsministers für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt. Das meldeten der Deutsche Kanu-Verband und die Stiftung Deutsche Sporthilfe am 3. September 2026. Rauhe hatte seine Laufbahn 2021 mit Olympiagold im Vierer-Kajak beendet.

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